Wo Musik ist, da lass dich nieder

Jahreshauptversammlung des Musikverein Schönaich

Auf ein erfolgreiches und abwechslungsreiches Jahr 2013 konnte Vorstand Regina Dvorak-Vucetic bei der Jahreshauptversammlung des Musikverein Schönaich am vergangenen Montag zurück blicken. Höhepunkt war hierbei die Reise des Sinfonischen Blasorchesters zum Deutschen Musikfest in Chemnitz und die dortige Teilnahme am Wertungsspiel. Seit dem letzten Jahr ist der Musikverein Schönaich auch Arbeitgeber im Rahmen der Schaffung einer Stelle des Bundesfreiwilligendienst. Auch Dirigent Rainer Bauer war mit dem Jahr aus musikalischer Sicht zufrieden, da das Orchester auch einen kleinen Schritt weiter gekommen sei. Ebenso lauf die Integration neuer, junger Musiker gut. Etwas Wasser in den Wein musste jedoch Orchestervorstand Wolfgang Völmle gießen: Der Probenbesuch könnte besser sein. Ein Blick in die Vereinshistorie attestiert jedoch, dass dieses Problem ein Dauerbrenner ist. Insgesamt bestritten die Musikerinnen und Musiker im vergangenen Jahr 18 Auftritte, 39 Proben und 18 Ständchen.

Einen Überblick über die Jugendarbeit des Vereins gab Thomas Klein. Derzeit befinden sich 95 Jugendliche in Ausbildung beim Musikverein Schönaich. Ziel ist es die 100er Marke zu knacken. Dem Jugendblasorchester bescheinigte Klein ein sehr hohes Niveau, das jedoch durch die natürlichen Wechsel in der Besetzung schwierig zu halten sei. Für den Juli diesen Jahres plant das Jugendblasorchester eine zweitägige Konzertreise an den Chiemsee. Der Kontakt war über Jugenddirigentin Sabrina Buck entstanden. Und auch auf der Himmelfahrtshocketse werden die Jugendlichen seit langem mal wieder zu hören sein. Neue Musikkurse an der Grundschule sollen zu einer allumfassenden Ausbildung an einem Blasinstrument führen. Das Erfolgsmodell BläserKlasse geht nun schon in ihr zehntes Jahr. Die ersten Musikerinnen und Musiker aus dieser Kooperation spielen bereits seit einiger Zeit im Sinfonischen Blasorchester.

Am Beispiel des alljährlich stattfindenden Weihnachtsmarkts erläuterte Organisationsvorstand Patrick Kreis wie viel Personal für diese Veranstaltung benötigt wird. „Wir sind auf möglichst viele Helfer angewiesen, damit wir die über das Jahr verteilten Veranstaltungen stemmen können. Jeder ist herzlich willkommen mit zu helfen.“ Finanziell steht der Verein auf gesunden Beinen. Die Vermögensentwicklung zeigte in den letzten sieben Jahren stetig nach oben, so dass der Verein im letzten Jahr einen stattlichen Betrag in Schlaginstrumente investieren konnte. Dennoch wird der Verein weiterhin mit Augenmaß wirtschaften. Im laufenden Jahr möchte der Verein auch ein wenig in die Modernisierung der Küche und in die Ergänzung der Vereinskleidung stecken, gab Finanzvorstand Jochen Binder einen kleinen Ausblick. Beschlossene Sache ist auch die Förderung der musikalischen Weiterbildung im Rahmen von Workshops, Seminaren und dergleichen. Von einem Großteil seiner Altinstrumente will sich der Verein in diesem Jahr trennen. Auch hierbei kommt die Mitarbeiterin im Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) zum Einsatz. Die Musik ist ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft, resümierte Gemeinderätin Kirsten Rebmann, die auch die Entlastung des Vorstands übernahm. Und diese fiel bei den vielen positiven Berichten selbstverständlich einstimmig aus. Als nächstes steht das Frühjahrskonzert Anfang April auf dem Programm, das unter dem Motto „Weltmusik“ steht und einige Besonderheiten für die Ohren und die Augen bereit hält. Neuland betritt der Verein im Herbst mit einer musikalischen Krimilesung.