Bericht Weihnachtskonzert 2013  - (20.12.2013)

Eine festlich geschmückte Gemeindehalle empfing am vergangenen Samstag die Gäste des Weihnachtskonzerts des Musikverein Schönaich. Die ringsherum bereits aufgestellten und geschmückten Verkaufstische für den am nächsten Tag stattfindenden Weihnachtsmarkt trugen das Ihre dazu bei und machten schon „Appetit“ auf den nächsten Tag. Doch am Samstagabend stand die Musik im Vordergrund.

Den Beginn machte die BläserKlasse mit den Stücken „Largo“ von Antonin Dvorak und „The Little Drummer Boy“ unter der Leitung von Daniel Heck. Bereits hier konnte man eine schöne bläserische Qualität erkennen. Die Kleinsten des Vereins – die Blockflötengruppen „Idefixe“ präsentierten den entzückten Zuhörerinnen und Zuhörern eine Weihnachtsgeschichte mit Flötenmusik. Einstudiert hatten die Mädchen und Jungen ihren großen Auftritt mit ihren Lehrern Simone Tränklein und Markus Dauber. Mit dem Stück – „Doctor Rock“  vom amerikanischen Komponisten Steve Frank – lies es der Spielkreis gleich so richtig krachen. Vor allem die Schlagzeuggruppe sorgte hierbei für einen guten Groove. Mit dem Spiritual „Down by the riverside“ nahmen die Youngsters das Publikum mit in die Straßen von „New Orleans“. Mit dem Stück „Three Faces of Kilimanjaro“ hatte der Spielkreis ein Werk im Gepäck, das die drei wichtigsten Gipfel des höchsten Bergmassivs Afrikas beschreibt.

Gemeinsam intonierten Spielkreis und Jugendblasorchester das Stück „Soul Bossa Nova“ auf der Bühne. Die Idee zu einem gemeinsamen Stück kam den Jugendlichen bei der diesjährigen Probenfreizeit in Südtirol. „Die Unglaublichen“ ist ein unterhaltsamer, origineller und komischer Film aus dem Hause Pixar. Mit der Filmmusik hierzu ging das Jugendblasorchester mit seiner Dirigentin Sabrina Buck in den nächsten Konzertteil über. „Skyfall“ ist nicht nur der Titel eines Hits von Adele sondern auch des gleichnamigen James-Bond-Films. Das Stück enthält viele Elemente und Motive der klassischen James Bond Hits. Die jungen Musikerinnen und Musiker trafen mit ihrem Vortrag dabei ganz exzellent die düstere Atmosphäre des Films. In dem Werk „Klezmer Karnival“ des bekannten englischen Komponisten Philip Sparke wurden drei traditionelle Melodien der jüdischen Klezmer-Musik verarbeitet. Beschwingt verabschiedete sich das Jugendblasorchester mit der Rhapsodie „Santa’s großes Abenteuer“.

Nach der Pause, in der man sich mit Getränken und original Thüringer Rostbratwurst stärken konnte, nahm das Sinfonische Blasorchester unter der Leitung von Rainer Bauer auf der Bühne Platz. Strahlend eröffneten die rund 45 Musiker und Musikerinnen den zweiten Teil des Abends mit „Sedona“ des amerikanischen Komponisten und Arrangeurs Steven Reineke. Unzählige Western wurden in dieser Landschaft in Arizona gedreht. In dem Musikstück „Three Times Blood“ beschreibt der Komponist Fritz Neuböck musikalisch drei Bilder des jungen Malers Stefan Feuchtner: Eisblut, Erdenblut und Sonnenblut. Passagen voller Spannung und Dramatik wechselten sich mit geheimnisvollen Klängen ab. Die sehr gute Intonation zeichnete dabei das Orchester besonders aus. Die drei Bilder konnten die Gäste während der Aufführung auf zwei großen Dia-Leinwänden auf sich wirken lassen. Raphael Steck – Solist an der Flöte – zeichnete sich bei dem Thema aus dem Film „Schindlers Liste“ aus. Er erhielt für seinen gelungenen Vortrag viel Applaus.

 

 

Der Komponist Matos Rodriguez schrieb den Tango „La Cumparsita“ ursprünglich als Marsch für eine der vielen Straßengruppen des Karnevals in Montevideo. Dies war das letzte Stück des offiziellen Programms, doch das Publikum lies das Orchester natürlich nicht ohne eine Zugabe gehen. Eine Herausforderung für Klarinetten, Tenorhörner und Trompeten war dann noch einmal der Marsch „Die Sonne geht auf“. Aber auch diese wurde von den Musikern des Sinfonischen Blasorchester bravourös gemeistert. Zum Schluss trafen sich Jung und Alt auf der Bühne und intonierten gemeinsam „O Du Fröhliche“. Ein schöner Schlusspunkt unter ein rundum gelungenes Konzert des Musikverein Schönaich.