Beste Einstimmung auf die Festtage - Weihnachtskonzert des Musikvereins

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Vor einem vollen Haus durfte der Musikverein Schönaich bei seinem Weihnachtskonzert am dritten Adventswochenende spielen. Vorständin Regina Dvorak-Vucetic blickte zu Beginn noch einmal auf ein erfolgreiches und abwechslungsreiches Vereinsjahr zurück. Gleichzeitig gab sie aber auch schon einen Ausblick auf die kommenden Aktivitäten und Veranstaltungen des Musikvereins. So z. B. auf das nächste Konzert in der evangelischen Kirche im Frühjahr oder die Teilnahme des Sinfonischen Blasorchesters beim Landesmusikfest in Karlsruhe im Mai.

Den musikalischen Beginn machten die Blockflötengruppen unter der Leitung von Simone Tränklein und Markus Dauber. Die Kinder erzählten dabei die Geschichte einer fröhlichen Schneeflocke. Danach stimmten die Bläserklasse unter der Ägide von Daniel Heck sowie die Blechbläser-AG Pustefixe und der Spielkreis unter der Leitung von Sabrina Buck mit „Morgen kommt der Weihnachtsmann“, „Ihr Kinderlein kommet“, „Kling Glöckchen“ und der „Russischen Schlittenfahrt“ auf die besinnlichste Zeit des Jahres ein.


Solistisch glänzen konnten Vanessa Huissel und Willy Manche am Euphonium sowie Lukas Born und Thole Schlüter an der Posaune beim „Tiefblech Boogie“ von Andy Clark. Beim Stück „Cups“ kamen beim gemeinsamen Auftritt von Spielkreis und Jugendblasorchester ganz besondere Instrumente zum Einsatz: Nämlich Becher. Die Jungmusiker zeigten dabei ihre Fingerfertigkeiten. Das Jugendblasorchester schließlich stieß mit der „Black Forest Ouvertüre“ erst in einen mystischen Wald – möglicherweise sogar den nahen Schwarzwald – vor, und dann in die unendlichen Weiten des Weltalls. Richard Strauss‘ „Also sprach Zarathustra“ ist in dem von John Moss arrangierten „Space and Beyond“ ebenso enthalten wie die bekannten Filmmelodien aus „Star Wars“ und „Raumschiff Enterprise“. Aber auch Gustav Holsts „Planetensuite“ durfte in diesem Reigen nicht fehlen. Brandaktuell präsentierte das Jugendblasorchester außerdem die heißesten Melodien aus dem im vergangenen November in Stuttgart angelaufenen Musical „Chicago“ und erweckte damit auch in Schönaich das Lebensgefühl der 1920er Jahre. In der Pause bereitete das Verpflegungsteam vor der Türe zur Stärkung leckere Nürnberger Rostbratwürste vor. Und der Durst konnte natürlich mit einer Auswahl an Getränken auch bekämpft werden.


Nach der Pause startete das Sinfonische Blasorchester mit seinem Dirigenten Rainer Bauer majestätisch mit der „Fanfare for a new Horizon“ von Thomas Doss in den zweiten Teil des Abends. Intensiv und energiegeladen präsentierte das Orchester José Alberto Pina’s „The Legend of Maracaibo“, das eine Seeschlacht vor der spanischen Küste bei Vigo vor über 300 Jahren perfekt wiedergibt. „Concerto d’Amore“ des niederländischen Komponisten Jacob de Haan verbindet unterschiedliche Musikstile zu einer mitreißenden Klangfülle, in der das melodische Thema von den verschiedenen Instrumentengruppen immer wieder neu interpretiert wird. Nach einem majestätischen Intro in bester Opernmanier bereiten die Posaunen mit einem vibrierenden Lauf ein fetziges Molto Allegro vor, das von den Trompeten in den Saalgeschmettert wird. Plötzlich, ein klagendes Rufen der Klarinetten, vom Orchester mit einem zarten Echo beantwortet, leitet ein sinnliches Adagio ein. Getragen von den Hörnern und Bässen verweben sich die Töne zu einer schwebenden Melodie, die den Saal bis in den letzten Winkel erfüllt, um dann in einem sanften Rallentando zu verwehen. Mit einem Paukenschlag beginnt der Swing, bei dem die Saxophone im besten Glenn-Miller-Stil loslegen und die Luft zum Schwingen bringen. Bei diesen schnellen rhythmischen Passagen glühen die Finger der Musiker förmlich, bis sich alle Instrumente zu einem furiosen Finale vereinigen. Morning Star ist die Vertonung eines Gedichts zum Dreikönigsfest aus der Feder des englischen Bischofs Reginald Heber aus dem 18. Jahrhundert. Das Lied des Organisten und Kirchenmusikkomponisten Harding wurde in mehrere englische Gesangbücher aufgenommen und wird heute noch oft gesungen. Das reizvolle Arrangement von Henk Hogestein verlieh auch dem Konzert des Musikverein Schönaich einen besonderen Glanz.


Zum Schluss versammelten sich noch einmal alle Musikerinnen und Musiker des Sinfonischen Blasorchesters und des Jugendblasorchesters und beschlossen den gelungenen Abend mit „O Du Fröhliche“, der freilich erst nach einer weiteren Zugabe – dem „Marsch Konfetti“ – wirklich zu Ende gehen durfte.